Hier ein paar Zeilen des Spiegel Artikels:
„Deutsche Online-Schreiber haben ein Problem entdeckt: sich selbst. Im Vergleich zu ihren US-Kollegen fehlt es ihnen an Macht und Bedeutung, um die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Die meisten sind unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.“
Und da schließe ich mich mit ein. Viele Blogger wie Spiegelfechter, Coffee and TV oder CIO Weblog haben sich ja schon darüber aufgeregt. Was sage ich dazu? Ja, der Spiegel hat RECHT!
Es fehlt allen an Macht, mir einschließlich.
Bedeutend bin ich nicht, wie kaum ein Blog in Deutschland.
Ich bin unpolitisch, denn ich forme mein Leben gerne selbst.
Ich bin nicht rechthaberisch, das stimmt nicht, ich habe Recht!
Ich bin nicht selbstbezogen, dafür schreibe ich viel zu wenig „ich“.
Und unprofessionell sowieso. Wenn ich es professionell machen würde, müßte ich andere Kriterien setzen.
Also: Der Spiegel hat RECHT! (meine ich ernst)
ja
Irgendwie ist der Artikel zu verallgemeinerd. Im Großen und Ganzen stimmt die Analyse vermutlich. Dennoch gibt es viele Ausnahmen – und Ausnahmen bestätigen den Regel.
stimme dem artikel im groben auch zu. wobei es gerade bei den fachblogs sehr, sehr gute gibt, dem schon jetzt die klassichen medien das wasser nicht rechen können.
z.b. exciting-commerce oder auch netzwertig (bzw. ist netzwertig das, was ds sein möchte). naja, und blase2null hat ja auch seine existenzberechtigung.
Was sollen die mahnende Worte über das, was Autoren schreiben dürfen? Bitte nichs Unterhaltendes – denkt an das viele Unrecht in der Welt, und zwar 24 Stunden am Tag?
Im Mittelalter gab es Geißlerbewegungen. In der Neuzeit gab es calvinistische Strömungen, die jede Äußerung der Freude verboten. Heute gibt es den Spiegel.
@Captain
Also Exciting-Commerce mit seinem guten Jochen Krisch ist ja auch so ein Fall für den Staatsanwalt… ähm ich meinte Anwalt des guten Journalismus.. sorry für den Versprecher..
Seine Artikel zu bestimmten Startups, zum Beispiel smatch.com lesen sich eher wie redaktionelle Werbefeatures, denn als sachliche Analysen. Problematisch ist das vor allem dann, wenn man von Otto / Smatch seinen eigenen Roundtable sponsorn lässt. Da benebelt einem halt die kostenlose Bionade den Verstand. Aber den Gelegenheits- Nebenberufsblogger kann man halt ganz leicht mit ein paar belegten Brötchen aus der Höhle der Objektivität rauslocken.
Auch der hanebüchene Preis „Innovationstreiber“ des .. ach ich weiß es nicht mehr.. zeigt eine Mischung aus Größenwahnsinn und Definitionsinkompetenz
http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2007/12/luupo-ist-der-i.html
Seien wir doch mal ehrlich was die sogenannten A-Blogger in D produzieren ist naja übersichtlich.
Ein RB setzt eben auf Masse. Warum haben die meisten kaum Bedeutung und Macht? Naja weil eben die Masse nicht interessiert was die Jungs so von sich geben. Wenn man mal in anderen Blogs liest wie selbstgerecht/herlich ein RB argumentiert kommt einem das k….
Schon blöd wenn man wichtig ist und keiner merkt es:)
Tenor ich werde gelesen also bin ich.
@capitain
Stimmt, netzwertig ist grossartig, lese ich sehr gerne (und rein damit in die Blogroll). Schöner wär’s wenn blase2null absolut keine Berechtigung hätte. Stell Dir mal diese schöne Welt vor
@Claudia
Ich denke der Spiegel Artikel hat sich auch eher auf die A-Blogger focusiert. Und ich finde dort paßt es. Viele sind sehr selbst verliebt etc.
@Petra Panther
Jap, da paßt der Spiegelartikel auch wieder, auch wenn es kein A-Blogger ist
@John
Stimme Dir voll zu. Wie mal jemand sagte „Mit fast allen A-Bloggern würde ich privat keinen Kaffee trinken.“ (weiß leider nicht mehr wer es gesagt hat).
Wollen wir Katzenbilder tauschen?
(hebt schützend die Hände über den Kopf)
Auch eine Sichtweise… und… verdammt – der Spiegel hat wirklich (mal) recht