Eigentlich gibt es ja viel dreistere Modelle wie z.B. die rabattschlacht (geführt von dunklen Gestalten (nur wegen der Sonne
), aber Luupo scheint wohl als erstes die Luft auszugehen: siehe hier
P.S. Die Kommentare sind auch einen Blick wert!
[Update] Bei deutsche startups gibt es auch noch ein paar lesenswerte Kommentare dazu
Dreist würde ich das System nicht nennen. Nachdenken sollte man als Benutzer aber schon.
Das Prinzip erinnert ja erst einmal an sog. amerikanische Versteigerungen, bei denen für jedes Gebot etwas gezahlt werden muss. Dadurch erreicht der endgültige Preis i. d. R. ein vielfaches des “marktüblichen” Preises. Diese Art der Versteigerung ist daher für Wohltätigkeitsauktionen geeignet, bei denen es ja per se nicht um marktwirtschaftliches Handeln, sondern eben um Wohltätigkeit geht.
Bei den Prinzip von Luupo wird ein vielfaches des marktüblichen Preises verhindert, in dem der schlussendliche Preis durch herunterbieten bestimmt wird. Allerdings könnte von Seiten Luupos natürlich auch beschissen werden, indem man den Startpreis deutlich überhöht ansetzt. Bekannt würde der überhöhte Preis erst dann einem _einzelnen_ Bieter, wenn dieser ein Gebot macht. Das scheint aber von Luupo nicht gewollt und auch nicht praktiziert zu werden.
Nun wurde ja seitens Luupo (bei Heise in den Kommentaren gesagt: “Man erfährt den
aktuellen Tiefpreis eines Artikels durch einen Einsatz. Durch einen kleinen, für jeden wirklich leicht verschmerzbaren Einsatz. Dieser hat gleichzeitig diesen Preis gesenkt. Danach hat man die Möglichkeit, den Artikel zum reduzierten Preis zu kaufen – oder es sein zu lassen.”
Dies gilt natürlich nur, wenn die “Bieter” nur mal nachgucken wollen, bei welchem Preis der Artikel gerade steht. Diese Herangehensweise seitens eines Bieters ist aber keines, welches zielgerichtet zum Erfolg, also zu Kauf des Artikels führt. Es führt eher zufällig zur Kenntnisnahme eines günstigen Kaufpreises, zu dem der Bieter dann _günstig_ einkaufen kann.
Wer aber auf eine Auktion geht, um einen bestimmten Artikel zu erwerben, muss erheblich häufiger nach dem aktuellen Preisstand gucken, um im entscheidenden Augenblick zuschlagen zu können. Folglich muss er mehr als nur die 50ct investieren, um zum Ziel zu kommen — und dabei ristkieren, sein Geld für nichts ausgegeben zu haben.
Und da beißt sich die Katze in den Schwanz:
Wer nur wenig Geld investieren möchte, muss auf Zufallstreffer hoffen; ähnlich wie einer, der alle paar Monate eine Reihe beim Lotto spielt. Diese Kunden spielen Geld in die Kassen einer Lotterie mit der Möglichkeit auf einen Millionengewinn, nicht jedoch viel Geld in die Kasse eines Auktionators.
Wer zielgerichtet mitbietet, muss deutlich mehr Geld ausgeben, um zum Ziel zu kommen und hat gleichzeitig das Risiko, ohne den bebotenen Artikel nach hause zu gehen. Passiert das zu häufig, kommen diese Kunden nicht wieder.
Fazit: Für einen kurzen Hype durch Neugier, Unerfahrenheit, zeitweilige Risikobereitschaft der Kunden kann es mäßig erfolgreich werden. Dazu bräuchte man aber eine PR-Kampagne mit dem Ausmaß einer Gehirnwäsche (wie “Geiz ist geil”, ö.a.). Mittelfristig und langfristig ist dieses Projekt durch seine inneren Widersprüche dem Untergang geweiht.
Man kann den Gründern nur raten, ihre sieben Sachen zu packen und mitzunehmen, was noch da ist. Je länger sie mit dem Schlussstrich warten, desto teurer wird es für sie.
Sie können sich immer noch in 50 Jahren erzählen, dass es immer noch größere Idioten gibt: Diejenigen, die die Fördergelder bereitgestellt haben.
Gruß
- dante -
Du wirst doch dem Kunath nicht noch einen follow-Link schenken!?
@welzi
Argh, danke für den Hinweis, habe gar nicht daran gedacht. Die Macht der Gewohnheit alles zu verlinken ist Schuld
@dante
Das ist eben das Problem, mal so reinschnuppern und ein Schnäppchen machen, dafür ist es ok. Aber zielgerichtet ist es ein teurer Versuch bei Plattformen wie Luupo oder anderen die eine Schlacht um Rabatte anpreisen ein Produkt zu erwerben. Wobei bei letzterer ja schon der/die Gründer an sich nicht gerade für Seriösität stehen.
Von daher bin ich wenig traurig, wenn den Leute das Geld ausgeht, auch wenn es eher den Schlächter der Rabatte hätte treffen sollen. Aber das Geld ist ja eh in Südafrika…
Endlich ist unser Tim zurück!
wie wäre es mit einem Artikel pro 3 – 4 Tage,
wenigstens pro Woche..!
und was macht der100.000 Euro Weblin killer?
Ich war doch nie weg, nur beschäftigt
Ich versuche die Anzahl der Artikel wieder zu steigern, versprochen.
Die Entwicklung des weblin killers ist gestartet. Ob und wann die Gründer mitteilen möchten, dass ich an dem Startup beteiligt bin, bleibt Ihnen überlassen. Ansonsten kann man nur mutmassen und wollte ich hier zumindest nichts (positives) darüber schreiben. Das wäre auch sehr einschränkend, da ich sonst nicht mehr auf weblin “eingehen” kann
Und was zeigt uns das? Preise bedeuten Nullkommanull gar nichts!
Die Leute in der Jury für solche Preise haben nämlich zu 95% nur bedingt mehr Ahnung als der Otto-Normal Gründer.
Ach ja. Ich habe gehört ein anderes Start-Up ist mit deren Weblin Killer zu 50% fertig
Finde ich cool, dass die es auch durchziehen. Je mehr gute Killer, desto besser
P.S. Wir dürfen nicht so oft “Killer” schreiben. Alle paar Tage sucht jemand bei google tatsächlich nach “wie werde ich killer” und kommt dann auf diese Seite. Da wundere ich mich schon ein bisschen
Schöner Beitrag dante.Ich denke auch die Gründer sollten lieber langsam das weite suchen und keine kraft mehr investieren.wie du schon sagst, die wiedersprüche sind einfach zu extrem.
Also ich muss sagen ich kenne die beiden Gründer persönlich und das projekt Luupo passt irgendwie zu gar keinem von beiden.Wer will mir erzählen das ein Physiotherapeut in so kurzer zeit zu einem guten Geschäftsmann wird?? Der Kris schon,der hat studiert,aber Jörn nicht, dafür ist er viel zu unüberlegt manchmal. Schonmal geschaut wer die ganzen interviews gibt? Meines erachtens sollten beide wieder in ihren ursprünglichen Beruf gehen und die Schulden welche Sie durch Luupo am Hals haben abbezahlen.Dadurch ist ihnen beiden mehr geholfen.
Hallo,
wie wäre es eigentlich mit folgendem Szenario:
Luupo hat als Betreiber der Webseite sicher Zugriff auf die Artikel-Datenbank und kennt damit den aktuellen “versteckten Preis” der Ware. Wenn dieser nur weit genug gefallen ist, “erwirbt” Luupo den Artikel selbst und gibt ihn dem Händler zurück, der somit eine Teilfinanzierung seiner Ware erhält, die er noch immer besitzt. Das würde auch erklären, warum Luupo nur mit ausgewählten Verkäufern arbeitet.
Selbst wenn diese Artikel-Rückgabe nicht stattfindet, ist es doch ungeheuer, dass Luupo selbst einen riesigen Informationsvorsprung durch Kennen des versteckten Preises hat, oder?
Im Prinzip ist Luupo nur eine Art Spielautomat: für einen geringen Einsatz hat man Hoffnung auf großen Gewinn, nämlich die Differenz zwischen Startpreis und verstecktem Preis. Das sowas unseriöses vom Bundeswirtschaftsministerium ausgezeichnet wird, ist unglaublich.
marie hat schon recht! Schuster bleib bei deinen Leisten. Wundert mich sowieso, dass die beiden Spacken die Fahne so lange hochhalten. Jetzt reichts aber mit dem Luupo-Mist. Sollen die sich doch eine andere Abzock-Methode einfallen lassen.
Jetzt wollen die den Laden verkaufen!?! Lächerlich!
Der Laden erwirtschaftet keinen Gewinn und ist somit nicht einmal die Abwrackprämie wert.
Einfach in den Torf treten den Mist und tschüss.