Es ist mittlerweile so, daß man als Gründer zuerst einen BusinessAngel (BA) versucht ins Unternehmen zu holen, um es dann später bei einem VC einfacher zu haben. Doch wer sind diese BAs? Braucht man sie? Wer ist gut und von wem lasse ich besser die Finger? Deswegen die Frage: Freund & Helfer oder Feind & Henker?
Der BA, des Gründers Freund?
Oft gleicht die Beziehung zwischen Gründer und BA dem Stockholm-Syndrom Der Gründer hat viel Arbeit investiert, sich vielleicht sogar selbstausbeuterisch an die Existenzschwelle gebracht und dann kommt der “rettende” BA, der an einen glaubt, der investiert und mit dem man sich soooo gut versteht. Also, der BA ein Freund? Mit Sicherheit NICHT!
Für den BA ist der Gründer ein Geschäft, eine Aktien, die er kauft, nicht mehr, nicht weniger. Bei aller Nettigkeit, es geht nur um’s Geld. Der BA ist kein Gutmensch, der BA will Geld vermehren. Dazu braucht er den Gründer. Also, der BA ist nicht der Freund des Gründer. Nein, keine Diskussion, die 0,001% in denen ein Freundschaft entsteht oder vorher vorhanden war, zählen nicht.
Als Gründer sollte man sich also nicht zu sehr auf den BA einlassen, sondern auch die Sicht des BAs berücksichtigen. Der Gründer muß auch nicht dankbar sein, daß der BA investiert. Denn der BA macht das nicht, weil er den Gründer lieb hat, sondern weil er mit dem Gründer Geld verdienen will. ES GEHT NUR UM GELD!
Der BA des Gründers Helfer?
Der BA kann ein Türöffner sein, aber es ist immer die Frage was erwartet man von “seinem” BA? Ein BA mit einem guten Netzwerk wie z.B. der Fuchs aus Leipzig kann Türen öffen, gerade nach Münchhausen, aber es ist immer noch die Frage was muß ich dafür tun? Natürlich will der BA Anteile und es heißt nicht automatisch, daß er mir hilft. Vielleicht will er nur meine Ideen, meine Strategie klauen… Deswegen, aufpassen. Vorher überlegen, wen ich brauche und wirklich überlegen! Einen Teil seines Projekts zu verkaufen ist keine Auzeichnung. Wenn ich immer lese wie gejubelt wird “ja, der Jung(e) und seine Kumepls haben investiert und der und der auch, wird sind toll!”, dann könnte man das überspitzt gleichsetzen mit “Ja, wir haben ein Stück unseres Körper an den Teufel verkauft, wird sind toll!”. Komisch, das zweite habe ich noch nie gehört ![]()
Eigene Anteil an einen BA zu verkaufen ist keine Qualifikation, noch eine Auszeichnug oder gar ein Erfolg. Es ist in dem Moment eine Notwendigkeit und seien wir ehrlich, gerade heute wird einem das Geld nur so nachgeschmissen.
Der BA kann ein Helfer sein, aber man sollte ihn immer mit vorsicht genießen und den für sich passenden raussuchen. Dazu heißt es auch immer auf die Exits zu schauen ABER auch, paßt es vom Stil her zusammen? Möchte man wirklich sein Geld wie die Klingelton-Brüder verdienen? Oder wie der kleine liebe Jens, vor dem selbst schon Verbraucherzentralen gewarnt haben, gegen den staatsanwaltschaftlich ermittelt wurde, aber der so ein Lieber zu sein scheint? Selbst der obsure Verkauf seiner Beteiligungen scheint nur wenigen aufzufallen. Aber der Jens sieht das alles auch ganz anders. Wer jetzt sagt “egal, Hauptsache Kohle”, dem sage ich “genauso wird es Dein BA auch sehen” und damit kommen wir zu dem Punkten “Feind & Henker”.
Der BA des Gründers Feind?
Der BA kann sehr schnell zum Feind des Gründers werde, was aber immer vom Charakter des BAs abhängt. Der BA investiert in den Gründer, damit der sein Geld vermehrt. Tut dieser das nicht, kann der BA auch schon mal sehr wütend werden und dem Gründer das Leben wesentlich erschweren. Wie? Ganz einfach. Der BA hat z.B. mit dem Gründer schwammig definierte Milestones vereinbart (Fehler des Gründers!). Da der Gründer eh schon zur Selbstausbeutung neigt, kappt der BA einfach die Zahlungen, diskutiert etc. Was passiert? Der Gründer kann nicht klagen (weil kein Geld vorhanden ist), der BA kann alles vom Gründer verlangen und gegebenenfalls sogar nochmal nachhandeln etc. (alles schon passiert!!!). Also, als Gründer vorsorgen, eine, maximal zwei Zahlungen vereinbaren, nie weniger als 22.000 € aufnehmen, Puffer & Reserven einplanen! Definieren, was passiert, wenn der BA nicht zahlt etc. Hier kann man schon sehen, wie sich der BA verhält, wenn er anfängt zu zicken, Finger weg!
Der BA des Gründers Henker?
Aber es geht noch schlimmer. Wie oben beschrieben, kann es sogar sein, daß ein BA einen Gründer / die Gründer absichtlich ausnimmt. Folgends soll sich zugetragen haben: Ein BA bekam eines Tages einen schönes Businessplan in die Hand. Die Idee gefiel ihm sehr und er lud die Gründer ein. Er investierte. Nach kurzer Zeit aber, wollten die Gründer nicht so wie der BA. Was macht der BA? Er stellt die Zahlungen ein, läßt die Gründer in die Insolvenz laufen, kauft dann selbst die Software der Firma (das ist doch mal “pervers”!) und führt sie dann mit einem anderen Team weiter. Na, wer weiß wer es ist? ![]()
Die Moral? Schaue an wen Du Dich bindest! Und “gleich und gleich gesellt sich gern”, so findet man den lieben Jens und seinen Partner Marco statt in bonus.net jetzt in rabatt.net wieder. Wie einfallsreich, oder? Und was wird der Jens da wohl machen? Ratet mal, oder schaut mal ins Impressum. Der Unterschied? Damals wurde staatsanwaltlich ermittelt, heute gibt es Preise, ein Hoch auf das Web 2.0, alles wird anders! ![]()
Im zweiten Teil geht es darum, von wem man die Finger lassen sollte und ein paar Gute-Nacht-Geschichten. Zur Auswahl stehen z.B. Jens im Glück, Die Gebrüder Schlimm, Dr. Frankenstein mit seinem unsäglichem Appetit und andere… Wer noch Vorlagen hat, her damit;-)
“Eigene Anteil an einen BA zu verkaufen ist keine Qualifikation, noch eine Auszeichnug oder gar ein Erfolg. Es ist in dem Moment eine Notwendigkeit und seien wir ehrlich, gerade heute wird einem das Geld nur so nachgeschmissen.” <- Vollkommen richtig. Aber trotzdem haben “prominente” Investoren immense Vorteile für ein Startup, was die Reputation bei Presse und Co angeht oder siehst Du das anders?
Wobei man bei den ganzen negativ Beispielen nicht vergessen sollte, dass es auch einige sehr gute BAs in DE gibt oder?
Dr. Frankenstein?
Wer it das? Bitte einen Tipp 
P.S.: Die Story von Quizionaer kannte ich gar nicht. Wusste nur, dass da was war, aber Details kannte ich nie.
Wann kommt Teil 2?
@Philipp
Es kommt immer darauf an, was Du suchst und wozu Du den BA einsetzen willst.
Als ich Gründer war, hatte ich z.B. einen BA, der 1 Mio € investiert hat, den Markt gar nicht kannte, aber überzeugt war und sofort einen Nutzen gesehen hat, aus einer Unternehmerfamilie kam, ein Unternehmen mit 200 Mio Umsatz geführt hat etc. das hat sehr bei den Strukturen geholfen und auch weil ich von seiner Erfahrung profitieren konnte. Die Presse haben wir bearbeitet und das hat gut geklappt. Insofern war es passend.
Deswegen, für jeden Topf gibt’s den passenden Deckel
Wen würdest Du als sehr guten BA bezeichnen?
Ein Tipp? Ok, Dr. Frankenstein hat promoviert
Teil 2 kommt hoffentlich morgen, kann es leider noch nicht versprechen.
Hattest Du etwas im Internet Sektor gegründet? Ich denke, es kommt stark auf den Bereich an. Wenn ich etwas IT-mässiges (nicht Web 2.0) gründe, kann es durchaus hilfreich sein, einen BA zu haben, der etwas von der Branche versteht. Auch sollte man sich vielleicht einen BA suchen, der vorher selbst Erfahrungen gesammelt hat, die mir als Gründer helfen können. Zum Beispiel wie “skaliere” ich das Unternehmen? Tipps, Tricks und Kontakte im Business Development und so weiter. Weisst Du, worauf ich hinaus will?
Gute BAs? Nur Deutsche oder geht auch Ausland?
Dr. Frankenstein hat promoviert? Hmm, hab da ne Vermutung
Gib mir mal den Anfangsbuchstaben des Nachnamens.
Tim, mich würde mal interessieren *was* genau Du gemacht hast. Ich find das nicht so prall anonym zu posten und so zu tun als ob, lass doch mal (ein bisschen zumindest) die Katze aus dem Sack. Alles andere ist auf Lanu und Ex Alphonso Niveau finde ich und nicht der Rede wert.
Ey Alter schon wieder so ne angefaulte Geschichte aus dem letzten Jahrhundert, sag mal schläfst du selber schon beim Schreiben ein ? Und du willst dich in der Szene auskennen?
Man legt sich nicht ungestraft mit großen Verlagen an.
Erzähl doch mal was von dem, der seine Praktikantinnen besteigt oder dem der seine Gründer zum Wohnung renovieren missbraucht oder der der regelmäßig eine Stunde vor dem Notartermin den Anteil verdoppelt…
Du bist bestenfalls eine Amöbe im deutschen Business und wärmst ein paar Links auf. Der Student der sich Investor nennt…
Ein kostenloser Rat von mir, es läuft seit gestern eine sehr neugierige Reporter-Person rum und fragt die Leute nach dir aus…Würde mich nicht wundern, wenn wir in ein paar Wochen zur Abwechslung mal eine wirklich neue und witzige Story lesen
Ohne auf Gregor’s Meinung einzugehen: Die Sache mit der Reporterin kann auch ich bestätigen. Hatte seit Dienstag vier Anfragen bzgl. “Tim”.
Tim, der Star

ich würde vorsorglich schonmal die Autobiografie vorbereiten, die sollte direkt nach Enthüllung deiner Person sowie deiner Geschichte auf den Markt…
@Gregor
Danke für den Tipp, schon wieder ein herzlicher Lacher am Morgen
Na, dann bin ich ja mal gespannt, was da rauskommt und wie gut recherchiert das ist. Vielleicht gibt dann bei ds.de mal eine Geschichte, die wirklich recherchiert wurde (wo bleibt eigentlich der Artikel über den polnischen Markt, mußt der nichts als Begründung für die nasza-klasa Werbung herhalten?!). Egal.
Die Sachen die Du ansprichst (das mit Wohnungen kannte ich noch nicht!) finde ich jetzt auch nicht so spannend. Nicht nur BAs sexen mit ihren Praktikanntinnen rum, da gibt’s auch genug Gründer. Das sehe ich schon eher als “normal” an (ja, ich weiß, das ist schrecklich und verharmlosend, aber es wird trotzdem oft genug gemacht). Aber man kann ja mal überlegen ob komplett in Richtung hören-sagen gewechselt wird.
@Philipp
Ich bin die uninteressantestes Story von allen und da macht man sich solche Mühe… Da kann man sich noch nicht mal geschmeichelt fühlen 
Gleich vier Anfragen? Von wem? Ist den Leuten oder was
@JB
Autobiografie, coole Idee. Ich fang sofort an.
Irgendwelche Arschlöcher versuchen doch ständig einen rektal zu besteigen. Da zieht man enge Hosen mit nem festen Gürtel an und tut als wär nix.
Ist was dran, sehr genial!
Also Unterhaltungswert hat das Blog ja, muss ich sagen
@Guenter
Ich denke es hat schon seinen Grund, warum Tim nicht viel von sich preisgibt. Also ich hätte noch nicht mal das oben erwähnt, denn das kann auch schon verräterisch sein. Die Zahl der BAs, die eine Mio investieren (so wie ich es verstanden habe sogar alleine), läßt sich mit Sicherheit an zwei Händen abzählen.
@Tim
Klingt nach Christina von DS. Die sollten lieber vernüftige Artikel recherchieren, nicht einfach nur triviales Zeug wie Pressemeldungen durchreichen und sich nicht mit so ein Schmarn wie Tim aufhalten. Sorry Tim, nicht persönlich gemeint.
@Mik
Kein Problem
Von DS ist es niemand. Stinknormale Journalisten, glaube ich. Das Lustige: Die Anfragen waren auch anonym
@Philipp

Anonyme Journalisten… Mal etwas Neues
Wenn Du die mail noch hast, kannst Du sie gerne mit oder ohne Header posten
Bei sowas lieber immer vorsichtig, Mails posten kann auch böse nach hinten losgehen wenn der betreffende Aktion ergreift.
Wie Guenther schon sagt, ist es verboten. Außerdem werde ich mich da schön raushalten
(was ich diesen Leuten auch geantwortet habe).
Eigentlich war es auch nichts wirklich spannendes; anonymer GMail Account, zwei Sätze “Haben gesehen, Du kommentierst da sehr oft, scheinst Tim zu kennen, teil Deine Informationen mit uns” blabla und fertig. Antwort: “Machen Sie das bitte unter sich aus, ich will mich bei sowas absolut raushalten. Sorry”. Fertig.
Aber mal ehrlich, wenn man sich die Mühe macht und all Deine Kommentare bei DS liest, auf Details achtet und nicht ganz doof ist, kriegt man recht schnell raus, wer Du bist

Tausch Dich mal mit Lanu aus, bei der rätseln alle schon seit Monaten/Jahren
Wie witzig… Klingt ja fast wie nach einem schlechtem Film

Danke für die Info. Der/diejenige kann gerne hier posten
Ist ja lustig hier!!!
@Gregor,
> oder der der regelmäßig eine Stunde vor dem Notartermin
> den Anteil verdoppelt…
Sowas kann ich nur bestätigen. Alles war verhandelt, der Notartermin stand fest. Als die Gründer schon unterwegs waren kam ein Anruf. Der BA (im amerikanischen würde man ihn Oh-Jei nennen) meinte, sie müßten nochmal über die Bewertung sprechen und er wolle jetzt 51%.
Die Gründer standen da zwar finanziell schon am Abgrund, haben aber nicht unterschrieben. Kurze Zeit später fand sich dann ein Investor und es konnte weitergehen.
Oh-Jei ist übrigens als BA sehr aktiv, investiert auch oft zusammen mit dem Schneiderlein.
Von Praktikantinnen habe ich aber noch nichts gehört. Mache ich irgendwas falsch oder was?
@Cheater
Vor allem drückt Oh-Jei ja vorher schon wie bescheuert die Bewertung runter (was dann doppelt frech ist) und brüstet sich dabei auch gerne mal, daß sein geringstes Investment ja nur 550,00€ beträgt… (beim ersten mal ist man noch erstaunt, beim zweiten mal wundert es einen und ab dem dritten mal nervt es nur noch).
Ah, hier scheint ein ähnlicher Fall zu sein:

http://de.sevenload.com/videos/MD6vAuV/oliinterview
Irgendwie möchte ich gerade jemandem ein professionelles Persönlichkeitscoaching schenken
Wie Du hast keinen eigenen Praktikantinnen-Harem?! Das ist doch Pflicht mittlerweile
[...] allem in den Kommentaren könnte es mit zunehmender Bekanntheit interessant werden - man nehme etwa diesen Kommentar von “Gregor”: Erzähl doch mal was von dem, der seine Praktikantinnen besteigt oder dem der seine Gründer zum [...]
…genauso war es bei uns auch:
- schwammige Zahlungsverpflichtungen,
- Änderungswünsche kurz vor Unterzeichnung
- versuchen, rauszuholen was geht
Und nun?
Haben wir den Vertrag wieder gekündigt…
Schade, dass es diesen Blog im Januar noch nicht gab
Ich erlebe ähnliches gerade bei einem befreundeten Unternehmen. Wenige Tage vor Monatsende die vereinbarte Kapitalerhöhung abgesagt, sodaß die Gehälter nicht mehr gezahlt werden konnten und eigentlich sofort Insolvenz droht. Dann “neue Risiken” erkannt und die Anteile der Gründer in den Keller gedrückt. Entweder unterschreiben oder die Firma wird hart gegen die Wand gefahren.
Nein, es ist diesmal nicht Oh-Jei, es handelt sich um einen BA, von dem ich es nicht erwartet hätte. Aber das scheint inzwischen der übliche Stil zu sein. “Smart Money” bekommt da eine ganz neue Bedeutung. Es ist smart, die Gründer möglichst gekonnt über’s Ohr zu hauen.
[...] Artikel zur Beziehung Gründer <-> BA hatte ich schon einmal hier vor einiger Zeit [...]
will poppen!